Kirchen im Kirchspiel

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Dorfkirche St. Nicolai Berge

Gemeindegliederzahl: 61(mit Ortsteil Kannenberg)

sehr große Backsteinkirche, „Kirche auf dem Berge“,

erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1151,

Markgrafen schenken die Kirche der bischöflichen Kirche zu Havelberg, dadurch erweitert sich der Besitz des Domkapitel in Berge erheblich,

wegen hoher Deichlasten verkauft das Kloster aber seinen Besitz 1660 an den General Christoph von Kannenberg,

besteht aus einem fast quadratischem Westturm, einem Schiff von gleicher Breite, einem eingezogenen quadratischen Chor und einer halbkreisförmigen Apsis,

1724 wurde die Innenausstattung (z. B. Kanzelaltar) mit reichen Schnitzereien verziert,

auf dem Friedhof stehen zwei Steinkreuze (Sühnekreuze), um die sich eine Legende aus dem Dreißigjährigem Krieg ranken (General von Kannenberg hätte aus Habgier die zwei Schulzensöhne und deren Vater auf dem Gewissen).

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Dorfkirche Räbel

Gemeindegliederzahl: 13,

das Dorf liegt gleich hinter dem Elbdeich,

Gründung um 946,

die Besitzer und Lehnsherren wechselten mehrmals bis ins 16. Jahrhundert,

es kam immer wieder zu Überschwemmungen, die in dem kleinen Ort große Schäden anrichteten, der letzte große Deichbruch zwischen Räbel und Kannenberg ereignete sich im Jahr 1909,

schon seit dem 15. Jahrhundert gibt es eine Gierfähre über die Elbe als Verbindung zu Havelberg,

die schlichte Backsteinkirche wurde wahrscheinlich Ende des 13. Jh. erbaut und steht ganz nah am Elbdeich,

der Fachwerkturm wurde später errichtet (1795), weil der Backsteinturm baufällig war,

im Jahr 1890 Erneuerung der Innenausstattung (fächerförmiges Gewölbe über dem Chor).

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Dorfkirche Lichterfelde

Gemeindegliederzahl: 60 (+Ferchlipp),

Lichterfelde entstand in der Zeit Albrecht des Bären (1157-1170) und wurde erstmalig 1310 urkundlich erwähnt,

Schiff und Chor der Backsteinkirche sind bereits im 13. Jahrhundert entstanden,

der Turm und die südliche Vorhalle kamen erst im 16. Jahrhundert dazu,

die Ausmalung mit einem Gemäldezyklus fand 1484 statt, vermutlich wurde zu dieser Zeit die Sakristei angebaut,

in der Barockzeit wurde umgebaut,

1737-1740 kam es zu einer Erweiterung der Fenster, zu neuen Emporen und das Gestühl wurde eingebaut,

es gibt eine barocke Westempore mit Gemälden der 12 Apostel und ein hölzerner Kanzelaltar aus dem 17. Jh.,

die Gemälde des Kanzelkorbes zeigen Christus und die 4 Evangelisten, weiter seitlich die Geburt und Kreuzigung Jesu (beide von 1753),

in der Kirche steht eine achteckige Taufe aus Sandstein von 1533,

1960 wurde das Innere des Gotteshauses restauriert.

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Dorfkirche Ferchlipp

 Gemeindegliederzahl: 60 (+ Lichterfelde),

„Verchlippe“ wurde erstmalig 1319 erwähnt und bedeutet „Hügellinde“,

um 1429 verkaufte Matthias von Jagow das Dorf (ein Rittergut) an seinen Vetter,

danach wechselten die Besitzer (1511 Familie von Rintorff, Ende des 17. Jh. bis Mitte des 18. Jh. Familie von Rossow, später Familie von Kläden),

vierteilige Backsteinkirche mit Turm aus dem 12. Jahrhundert mit wertvoller barocker Innenausstattung (aus dem Jahr 1689,)

über Chor und Schiff sind noch die Dachstühle aus dem 13. Jh. verbaut,

mit reichem Schnitzwerk versehener Kanzelaltar (von Michael Helwig) 1721 gefertigt,

ein reich verzierter, von einem Engel getragener, Kanzelkorb mit Schalldeckel (Michael Helwig aus Helmstedt, 1693),

das Kreuzigungsgemälde ist von 1866,

ein Bronzeglocke (1744), die Inschrift von 1718:“Gott der Höchste wolle geben, das ich hier mög lange schweben. so will ich zeigen an, wen man Jesu dienen kann.“

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Dorfkirche Wendemark

frühgotischer Backsteinbau

Grundriss erst durch Erweiterung des Chores im Jahr 1719 auf Breite des Schiffes zu verdanken

als Sakristei und als Aufgang für die Treppe zum Kanzelaltar wurde ein Anbau an der Ostseite errichtet

massiver Backsteinturm wurde im 30-jährigen Krieg bis auf die Grundmauern zerstört (Fundament auch das Fundament des heutigen Turmes); danach lag Kirche ca. 30 Jahre wüst, bis mit Wiederaufbau begonnen wurde (ohne Turm und Glocken)

erst 1738 wurde Fachwerkturm auf Westseite angebaut, Fachwerkkonstruktion ist aus Eichenholz, im Innern hat Turm drei Geschosse, das Zeltdach hatte sog. Kaiserstiel

Fachwerkvorbau vor dem Eingang auf Südseite vermutlich aus 1663

Besonderes: Westempore von 1719 mit gemalten Halbfiguren der 12 Apostel, ehemalige Herrschaftsloge in der Nordostecke und dekoriert mit Gemälden aus dem Jahr 1712 Szenen aus dem Leben Christi darstellend, hölzerner Kanzelaltar aus Zeit um 1720 mit schlichtem Pilasteraufbau, fünfseitiger Kanzelkorb mit kleinen Gemälden mit Christus in drei Reihen und den Evangelisten sowie symbolische Darstellungen des Alten und Neuen Testaments, in der Ostwand befinden sich zwei Sakramentsnischen, gibt fünf schlichte Inschriftgrabsteine aus dem 16.-18. Jh.

Gemeindeglieder: 43 (Stand: 07.03.2013)

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Dorfkirche Giesenslage

vierteilige romanische Kirche, um 1160 aus Backstein errichtet

Glockengeschoss des Turmes entstand vermutlich erst im 14. Jh.

eine der am besten erhaltenen Kirchen der Altmark

vierteilige Anlage: massiver rechteckiger Turm, lang gestrecktes flach gedecktes Schiff von gleicher Breite, eingezogener gratkuppelgewölbter Chor und halbkreisförmige Apsis

Detailformen der Ausführung: Ecklisenen, reicher umlaufender Sockel, die breiten Gesimse aus deutschem Band und schönen Dreieck-, Rauten-, Konsol- und Kreuzbogenfriesen, Apsis durch flache Linsen 3-geteilt, Fenster unverändert wie auch abgetrennte Westportal, Südportal wurde vermauert, abgetreppte südliche Chorportal in einem rechteckigen Mauervorsprung ausgeführt

gründliche Restaurierung des Inneren erfolgte 1967

Besonders hervorzuheben: trogartige romanische Taufe aus Sandstein, gotischer Grabstein mit Ritzzeichnung eines Geistlichen, silbervergoldeter spätgotischer Kelch mit zugehöriger Patene aus dem 15. Jh., an südl. Choraußenwand Inschriftengrabstein des Kirchenvorstehers Achatz Krüger († 1724)

Gemeindeglieder: 31 (Stand: 07.03.2013)

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Dorfkirche Neukirchen

frühgotische Backsteinkirche mit eingezogenem Rechteckchor aus dem 13. Jh.

wurde im Zuge einer Verbreiterung des Chors 1726 zu einer barocken Saalkirche

1734-35 wurde anstelle eines Fachwerkturms von 1637 ein neuer Turm mit Fachwerk aus Eichenholz angebaut und die restliche Kirche renoviert, Turm hat auf seiner Westseite eine massive Backsteinwand und eine niedrige, geschweifte Haube

von den alten Chormauern ist nur noch die Ostwand mit drei gotischen Fenstern und mit dem Spitzbogenfries sowie Zahnschnitt erhalten

mit Akanthusglockenblütengehängen und Vasen verzierter Kanzelaltar (1751) mit zwei Durchgängen an den Seiten, am Kanzelkorb befinden sich zwei Engelsköpfe, am Schalldeckel die Ehewappen derer von Jagow und von Grevenitz

Außerdem hervorzuheben: Taufengel stammt aus selben Zeit wie der Altar, Orgelempore mit Orgel um 1850 in Magdeburg gekauft, mehrere Grabdenkmale, Turm ursprünglich mit 2 Bronzeglocken ausgestattet (eine musste im 1. Weltkrieg abgegeben werden)

Gemeindeglieder: 81 (Stand: 07.03.2013)

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St. Johannis-Kirche zu Werben

spätgotische Hallenkirche

Albrecht der Bär schenkte Johannitern 1160 die in Werben vorfindliche Kirche, die im romanischen Stil erbaut worden war

vom Ursprungsbau noch querrechteckige Turm erhalten, der Ende des 12. Jh. sorgfältig in Backstein ausgeführt wurde

im 14. Jh. begann man mit einem gotischen Neubau (nie vollendet)

die jetzige prächtige Johanniskirche entsteht in zwei Bauabschnitten zwischen 1414 und 1466 als eine prächtige dreischiffige Hallenbasilika, mit dem riesigen Dach beherrscht diese imposante Kirche die Elblandschaft

Besonders hervorzuheben:

Hauptaltar, bestehend aus dem Marienaltarschrein (ca. 1430) und dem Dreifaltigkeitsaltarschrein (ca. 1530), Annenaltarschrein (1513/14), Gertrudenaltarschrein (Anfang 16. Jh.) in der Taufkapelle

mittelalterliche Glasmalereien, mit ihren Bildprogrammen fünfarmige Standleuchter und Messingtaufe des Hamburger Glockengießers Hermen Bonstede

Sandsteinkanzel des Magdeburger Bildhauers Michael Spieß und Orgel von Joachim Wagner aus dem Jahr 1747

Gemeindeglieder: 202 (Stand: 07.03.2013)

Behrendorf

Gemeindeglieder: 31 (Stand: 07.03.2013)

Kannenberg

Gemeindeglieder: 9 (Stand: 07.03.2013)