Angedacht

 

 

Liebe Gemeinde,

das neue Jahr ist bereits in vollem Gange. Weihnachten ist weit weg und wir warten ungeduldig auf den Frühling. Die Tage werden schon wieder deutlich länger und wenn die Sonne scheint, dann bekommen wir schon einen kleinen Vorgeschmack auf den bevorstehenden Neustart der Natur.

Ein neues Jahr beginnt oft mit guten Vorsätzen. Dinge, die im Alltag nicht gelingen, sollen sich endlich ändern. Manch einer scheitert am Vorgenommenen, doch oft gelingt es auch, wirklich gesünder zu essen, nicht mehr zu rauchen, weniger zu kaufen oder mehr zu lesen.

Ich finde es immer sehr beeindruckend, wenn mir Menschen von sich erzählen, von Veränderungen in ihrem Leben, die sie selbst in die Hand genommen haben mit dem festen Willen, dass nicht alles bleiben muss, wie es ist. Die den Mut haben, das zu ändern, was sie stört, auslaugt, ermatten lässt. Das ist nicht einfach. Doch oft, habe ich gehört und auch schon selbst erlebt, ist das Schwerste an der Veränderung, überhaupt die Entscheidung dazu zu treffen.

Gott ist ein Fan von Veränderungen. So heißt es in der Jahreslosung: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ (Hes 36, 26) In einem Kinderlied lautet die erste Strophe: „Herzen die kalt sind, wie Hartgeld, Herzen, die hart sind, wie Stein, sollen wieder Herzen werden, sollen wieder Herzen sein.“ Vieles begegnet uns in unserem Leben, das dem Herzen jeden nur denkbaren Grund gibt, um hart und kalt zu werden. Doch Gott will uns helfen, wenn wir uns durch Aufgaben überfordert fühlen, oder wenn uns Andere verletzen oder ausrangieren. Nur Er kann es sein, der alle Lücken ausfüllt. Bei Gott haben wir endlose Liebe und Anerkennung. Im obigen Kinderlied heißt es im Refrain: „Gottes Liebe geht auf über mir; Gottes Liebe geht auf über dir. Selbst ein Stein wird warm, wenn die Sonne ihn bescheint.“ Und so ist es auch mit Jesus: Frage nach ihm, sage ihm das, was du anders haben willst und sei bereit auf seine Antworten. Er will und wird dich verändern, nicht von heute auf morgen. Manchmal dauert es Jahre. Doch vertraue ernsthaft darauf, dass er dich sieht und du wirst seine Liebe und seinen Geist „zu spüren bekommen“.   

          Franziska Foit