Angedacht

 

 

Liebe Gemeinde,

Sagt ein Mann zu seinem Arbeitskollegen: „Ich bin Christ.“ Daraufhin der Kollege: „Echt? Das merkt man gar nicht.“

Der Witz der sitzt. Zumindest bei mir persönlich. Wie geht es Ihnen damit? Christsein ist keine einfache Sache, innerlich wie äußerlich. Das war damals, zur Zeit der Apostelgeschichte, schon genauso wie heute. Sicher hat sich die Welt seitdem um Einiges geändert, doch sind die Anfechtungen für den Glauben, die möglichen Ablenkungen von Jesus und die falschen Propeten in der Gesellschaft und im Freundeskreis sicher eher mehr geworden, als sie es vor rund 2000 Jahren waren. Doch das Prinzip ist bei allem, was mich bewusst oder unbewusst von Jesus trennt, dasselbe. Jesus sagt im Matthäusevangelium den vielsagenden Satz „Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich.“ Dieser, in Kombination mit dem Monatsspruch für den Juni „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“, sagt viel aus über die Prioritäten, die es gilt als Christ anzustreben. Manchmal hilft nur eine klare Abgrenzung, um zu erreichen, dass unsere christliche Persönlichkeit wächst. Wir können es biegen und hindeichseln, wie wir wollen, doch Jesu Wort aus Matthäus gilt. Jesus sagt nicht, dass es leicht ist. Er weiß, dass es schwer ist, schließlich ist er für das alles gestorben, was nicht gelingt und mir und oder anderen Schlechtes bringt. Aber er will, dass wir es versuchen, immer und immer wieder. Doch unsere Orientierung sollte dabei vorrangig Gottes Wort sein und nicht ein Mensch – Christ hin oder her. Nur bei dem, was von Gott direkt kommt, können wir sicher sein, dass es wahrhaftig ist, denn nur er allein ist unfehlbar. Wer meint, Christen müssten ein tadelloses Leben vorweisen, der hat noch nicht verstanden wie Gott uns sieht. Wir sind Sünder und die bleiben wir. Doch wenn wir es mit Gottes Hilfe versuchen, dann können  wir ihm ähnlicher werden – früher oder später.

Versuchen wir es doch einfach mal, auf ihn zu hören, sein Wort ernst zu nehmen und nicht Menschen oder das eigene, vermeintlich „gute Herz“ über ihn zu stellen.

 Franziska Foit